Freistellungsauftrag 2026

Freistellungsauftrag 2026: Betrag, Aufteilung und typische Fehler.

Ein Freistellungsauftrag sorgt dafür, dass Broker und Banken Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag nicht sofort versteuern. Entscheidend ist die richtige Verteilung über alle Anbieter hinweg.

Direkte Antwort Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 Euro pro Person und 2.000 Euro bei Zusammenveranlagung. Der Betrag gilt insgesamt über alle Banken und Broker, nicht je Anbieter.

Planung

So verteilst du den Pauschbetrag sinnvoll.

Situation Sinnvolle Prüfung Risiko
Ein Broker, ein Tagesgeldkonto Pauschbetrag grob nach erwarteten Zinsen und Depot-Erträgen aufteilen. Zu viel beim falschen Anbieter führt zu unnötigem Steuerabzug an anderer Stelle.
Mehrere Broker Erwartete Dividenden, Verkäufe und Vorabpauschale je Depot schätzen. Doppelte Freistellung vermeiden und Änderungen dokumentieren.
Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft Gemeinsamen Betrag von 2.000 Euro bewusst verteilen. Brokerformulare und steuerliche Zuordnung sauber prüfen.
Kinderdepot Eigenen Freistellungsauftrag des Kindes prüfen, sofern Kapitalerträge dort anfallen. Familienversicherung, Nichtveranlagungsbescheinigung und Vermögenszuordnung können relevant werden.

Kapitalerträge

Welche Erträge den Auftrag verbrauchen können.

Zinsen

Tagesgeld und Verrechnungskonto zuerst schätzen.

Zinsen sind oft planbarer als Dividenden. Bei hohen Guthaben kann ein großer Teil des Pauschbetrags schon dort verbraucht werden.

Dividenden

Ausschüttungen nach Depotgröße und Rendite überschlagen.

Nutze den Dividenden-Rechner, wenn du prüfen willst, wie schnell Dividenden den freien Betrag füllen.

ETF-Steuer

Vorabpauschale Anfang des Folgejahres mitdenken.

Thesaurierende ETFs können den Pauschbetrag über die Vorabpauschale nutzen, auch ohne laufende Ausschüttung.

Verkäufe

Gewinne aus Verkäufen nicht vergessen.

Wenn du Positionen mit Gewinn verkaufst, kann der freie Betrag schnell verbraucht sein.

Quellen und Stand

Geprüfte Parameter.

Keine Steuerberatung Diese Seite erklärt typische Privatanlegerfälle. Persönliche Steuermerkmale, Verlusttöpfe, Nichtveranlagungsbescheinigung und ausländische Broker können abweichen.

FAQ

Häufige Fragen.

Wie hoch ist der Freistellungsauftrag 2026?

Für 2026 sind Kapitalerträge bis 1.000 Euro pro Person über den Sparer-Pauschbetrag abgedeckt. Bei Zusammenveranlagung sind es 2.000 Euro.

Gilt der Betrag pro Broker?

Nein. Der Sparer-Pauschbetrag gilt insgesamt, nicht pro Bank oder Broker. Du kannst ihn auf mehrere Anbieter verteilen, darfst ihn aber nicht doppelt nutzen.

Was passiert ohne Freistellungsauftrag?

Dann führt der Broker auf steuerpflichtige Kapitalerträge grundsätzlich Kapitalertragsteuer ab. Eine Erstattung kann später über die Steuererklärung möglich sein.

Welche Erträge verbrauchen den Freistellungsauftrag?

Typisch sind Zinsen, Dividenden, Fondsausschüttungen, steuerpflichtige Verkaufsgewinne und Vorabpauschalen.