Scalable Capital und ETF-Steuer

Vorabpauschale bei Scalable Capital: so prüfst du dein ETF-Depot.

Die Vorabpauschale ist keine Brokergebühr, sondern eine deutsche Fondssteuer. Für Scalable-Nutzer zählt vor allem: Welche ETFs haben im Jahr 2026 Wertzuwachs, wie hoch waren Ausschüttungen, wie viel Freistellungsauftrag ist noch frei und liegt genug Cash für eine mögliche Steuerbuchung bereit?

Direkte Antwort Für 2026 beträgt der BMF-Basiszins 3,20 Prozent. Der Basisertrag startet vereinfacht mit ETF-Anfangswert × 3,20% × 70%. Ausschüttungen werden angerechnet, Teilfreistellung und freier Sparer-Pauschbetrag senken die mögliche Steuer.

Depot-Check

Vier Punkte, die Scalable-Nutzer vor der Abbuchung prüfen.

ETF-Bestand

Thesaurierende ETFs und ausschüttende ETFs aus 2026 getrennt prüfen.

Freistellung

Sparer-Pauschbetrag: 1.000 Euro pro Person oder 2.000 Euro gemeinsam, verteilt über alle Broker.

Cash

Für mögliche Steuerbuchungen Anfang 2027 Liquidität im Brokerumfeld einplanen.

Dokumente

Steuerabrechnung und Jahressteuerbescheinigung sichern, besonders bei Depotwechsel oder Verkauf.

Praxisfälle

Welche ETF-Situation bei Scalable den Unterschied macht.

Situation Einordnung Aktion
Thesaurierender Aktien-ETF Der Klassiker für die Vorabpauschale: keine laufende Ausschüttung, aber ein positiver rechnerischer Basisertrag. Anfangswert, Endwert, Fondstyp und freien Pauschbetrag in den Rechner übernehmen.
Ausschüttender ETF Ausschüttungen werden auf den Basisertrag angerechnet und können die Vorabpauschale reduzieren. Ausschüttungen aus 2026 nicht doppelt zählen, sondern getrennt als bereits geflossene Erträge prüfen.
ETF-Sparplan mit Käufen im Jahr Im Erwerbsjahr kann die Vorabpauschale zeitanteilig niedriger ausfallen. Brokerabrechnung deshalb nicht nur mit dem Jahresendwert vergleichen. Bei größeren Einmalkäufen im Jahresverlauf die Abrechnung besonders genau kontrollieren.
Mehrere Broker oder Tagesgeld parallel Zinsen, Dividenden und Vorabpauschalen konkurrieren um denselben Sparer-Pauschbetrag. Freistellungsauftrag nicht nur bei Scalable Capital, sondern über alle Anbieter planen.

Broker-Einordnung

Scalable ist stark, wenn Steuercheck und ETF-Sparplan zusammenpassen.

Scalable Capital punktet für ETF-Sparer mit Web und App, vielen Sparplänen und Tarifoptionen. Für die Vorabpauschale ist aber nicht der Tarif entscheidend, sondern deine Steuerlogik: ausreichender Freistellungsauftrag, nachvollziehbare Dokumente, sauberer Cash-Puffer und eine klare Trennung von Ausschüttungen, Vorabpauschale und Verkäufen.

Affiliate-Hinweis Der Anbieterlink läuft über die zentrale AktienWolf-Weiterleitung. AktienWolf kann eine Provision erhalten, wenn du über diesen Link ein Konto eröffnest. Die steuerliche Einordnung bleibt unabhängig davon.

FAQ

Häufige Fragen.

Bucht Scalable Capital die Vorabpauschale automatisch ab?

Bei einem in Deutschland steuerlich geführten Broker werden Kapitalertragsteuer, Freistellungsauftrag und Steuerdokumente typischerweise direkt verarbeitet. Entscheidend bleibt, ob für deinen konkreten ETF eine steuerpflichtige Vorabpauschale entsteht.

Wann wird die Vorabpauschale 2026 praktisch relevant?

Die Vorabpauschale für 2026 gilt steuerlich am ersten Werktag des Folgejahres als zugeflossen. Das BMF nennt für 2026 den 4. Januar 2027.

Ist Scalable Capital wegen der Vorabpauschale schlechter als andere Broker?

Nein. Die Vorabpauschale ist eine deutsche Fondssteuerregel, keine Scalable-Gebühr. Unterschiede liegen eher bei App, Webtrading, Tarifmodell, Dokumenten und der Pflege des Freistellungsauftrags.

Reicht ein ausschüttender ETF, um die Vorabpauschale zu vermeiden?

Nicht automatisch. Ausschüttungen mindern den maßgeblichen Betrag. Wenn sie den Basisertrag vollständig abdecken, fällt für diesen Fonds keine Vorabpauschale an.

Ersetzt diese Seite eine Steuerberatung?

Nein. Sie zeigt typische Privatanlegerfälle. Persönliche Steuermerkmale, Verlusttöpfe, ausländische Steuerpflicht und Depotwechsel können abweichen.

Offenlegung AktienWolf kann bei Kontoeröffnungen über gekennzeichnete Anbieterlinks eine Vergütung erhalten. Konditionen, Steuerdarstellung und App-Prozesse können sich ändern. Prüfe die aktuellen Unterlagen direkt beim Anbieter.